Historischer Hintergrund

Seit Beginn der Zeitrechnung reinigte man sich, indem man Wasser über den Körper laufen ließ. Echte Duschen mit Wasserbehältern oder -zuleitungen gab es erstmals im alten Griechenland. In der Naturalis Historia des römischen Schriftstellers Plinius, wird die Erfindung der Dusche ("hängende Bäder") Sergius Orata zugeschrieben, der damit Landhäuser veredelt haben soll, um sie danach gewinnbringend weiter zu verkaufen. Bis zur allgemeinen Verbreitung der Dusche dauerte es aber noch eine ganze Zeit. In Frankreich wurde die Praxis des Duschens durch Jean Pidoux (ca. 1550-1610), Leibarzt am französischen Königshof, verbreitet. Er war auf die heilende Kraft der Mineralquellen in dem kleinen Ort Pougues (heute Pougues-les-Eaux) gestoßen. In einer Schrift von 1597 beschreibt er die bei Anwendung der Heilwässer zu beachtenden Regeln sowie verschiedene Formen der 'Dusche'. Doch trotz verschiedener Heilerfolge stoßen seine Behandlungsempfehlungen auf Widerstand bei der Ärzteschaft der Zeit, da Wasser allgemein als Überträger von Krankheiten angesehen wird. Es wird bis zum Ende des 18. Jahrhunderts dauern, bis man erkennt, dass die Hygiene mit Wasser an sich ihre Notwendigkeit besitzt. Die ersten Duschen führten um 1860 französische Streitkräfte ein. Es war eine ökonomische Hygienemaßnahme, mit der man eine große Anzahl von Menschen in möglichst kurzer Zeit sauber bekommen wollte. Ab 1880 wurden Duschen als Einzelkabinen in Gefängnissen, Kasernen und Internaten verwendet und wenig später hielten sie Einzug in den öffentlichen Badeanstalten. Einen weiteren Schritt zur Verbreitung der Dusche ging das preußische Militär 1879 mit dem Einbau von Großraumduschen in seinen Kasernen.

Verwendung

Das Duschen wird in der westlichen Welt vor allem unter dem Gesichtspunkt der täglichen Reinigung praktiziert, dient aber auch dem Wohlbefinden und der Entspannung. Duschen ersetzt heute in einem gewissen Umfang das Baden. Zahlreiche Wohnungen besitzen keine Badewanne mehr, sondern nur noch eine Duschkabine.

Übliches Zubehör zum Duschen sind Seife, Shampoo, Duschgel, Duschhaube und Rückenbürste.

Wasser- und Energieverbrauch

In einer Dusche mit einem herkömmlichen Duschkopf werden ca. 15 Liter Wasser pro Minute verbraucht. Bei einem fünf Minuten dauernden Duschvorgang werden in einer solchen Dusche 75 Liter Wasser verbraucht.

Der Energieverbrauch beim Duschen liegt bei den meisten Privathaushalten an zweiter Stelle nach dem Heizen. Da der Verbrauch beim Baden rund drei mal so hoch ist wie beim Duschen, gilt „Duschen statt Baden“ als eine der effizientesten Energiespar- und Klimaschutzmaßnahmen. Dies gilt freilich nur, wenn man im Schnitt wenige Minuten duscht. Wassersparende Duschköpfe können den Verbrauch um weitere 50 % senken, was den CO2-Ausstoß eines Haushalts um rund 90 kg CO2 (8-12 %) und die Energiekosten um 100 bis 200 Euro pro Jahr senken kann. Neben den Energiekosten ermöglicht es diese Wasserspardusche gleichzeitig bei den Wasser- und Abwasserkosten zu sparen, so dass sich der Einspareffekt noch verstärkt.

Gute Spülwirkung, etwa zum Ausspülen von Shampooschaum aus den Haaren bieten jene wassersparenden (Hand-) Duschköpfe, die den Wasserdruck effektiv in hohe Geschwindigkeit der Wassertropfen umsetzen. Als modern und förderlich für das allgemeine Wohlbefinden gelten Aroma Sense Dsuchbrausen, die aus einer größeren Fläche aus kleineren speziellen Dreiecksöffnungen, dünnere Wasserstrahlen „schwingen“ lassen.

Wissensmagazin 2012
Wissensmagazin 2012

Im Wissensmagazin Planetopia 2012

werden die Kosten  pro Haushalt und

Jahr unter Verwendung

herkömmlicher Duschen berechnet.